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- Themenfindung und Zielsetzung
- Planungsprozess
- Arbeitsprozess
- Selbstevaluation
- "Meilensteine"
- Projektverlauf in Stichworten
- Ausblick
- Download
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Geschichtlicher Hintergrund
Was passierte im "Dritten Reich" mit behinderten Menschen?
Die Bedeutung des Ortes
Vorgeschichte - Die Insassen - Einrichtung der Anstalt
Die Trostbrief-Abteilung
Trostbrief-Abteilung - Absteck-Abteilung - Standesamt - Beisetzung
Ein Trostbrief aus Grafeneck
Ein erfundener Brief, der stellvertretend für die vielen Briefe steht, die Hinterbliebene der Ermordeten erhielten.
Die Tötungsanlage
Aufbau und Inbetriebnahme der "Euthanasie"-Anlage in Grafeneck
Die Organisation im Lager
Transport - "Untersuchung" der Patienten - Tötung - Verbrennung
Die Opfer
Gibt es genaue Angaben über die Anzahl der Opfer?
Das Ende der Anstalt
Erschütternde Hintergrundinformationen zu Grafeneck
Grafeneck heute
Gedenkstätte - Projekt Namenssuche / Alphabetgarten - Gedenken und Mahnen
Begegnung vor Ort
Gespräch mit dem Historiker Thomas Stöckle
Über diese Seite
Hintergrundinformationen zu diesem Projekt
Danke
Kurzbeschreibung
Hier erfahren Sie mehr über das "Euthanasie"- Programm des "Dritten Reiches" in Grafeneck. Diese Internetseite ist ein Produkt, das aus einer intensiven Beschäftigung mit diesem Thema im Rahmen einer projektartigen Arbeit entstanden ist.
Liste mit den Namen der Opfer?
Seit dem Publizieren dieser Seite erreichen uns Anfragen, ob wir Auskünfte über die Namen der Opfer von Grafeneck erteilen könnten. Viele Angehörige forschen nach dem Schicksal ihrer verschollenen Verwandten und möchten endlich Gewissheit erlangen. Solche Auskünfte können wir leider nicht erteilen.
Webstandards beachtet
Diese Website entspricht den W3C-Webstandards für gültige XHTML-Dokumente. Durch Anpassung des Codes und unter Verwendung von validem (X)HTML/CSS sowie dem Verzicht auf Tabellen sind unsere Seiten flexibel und barrierefrei gestaltet. Dadurch machen wir unser Angebot auch behinderten Menschen zugänglich und für alle benutzbar.
Externe Weblinks
Diese Verweise (zum Teil in anderen Sprachen) öffnen jeweils ein neues Browserfenster:
- Deathcamps: Grafeneck
Aktion Reinhard Camps: Umfangreiche Onlineressource zum Thema Nazi-Verbrechen - Grafeneck Euthanasia Centre
H.E.A.R.T. (Holocaust Education & Archive Research Team) - Zum Gedenken an Anna Lehnkering
Homepage von Sigrid Falkenstein, deren Tante 1940 in Grafeneck ermordet wurde. - Tötung in einer Minute
Quellen zur Euthanasie im Staatsarchiv Ludwigsburg. Zeitungsausschnitte und Originaldokumente - International Claims List (German victims from 1939-48)
Liste mit Namen und Geburtstagen von Opfern der NS-Euthanasie - Gedenkstätte Grafeneck
Arbeitskreis Gedenkstätte Grafeneck e.V. - Bundesarchiv
Inventar der Quellen zur Geschichte der "Euthanasie"-Verbrechen 1939-1945 - Euthanasie im Dritten Reich
Bundesarchiv
Über diese Seite
Die Webseite, die Sie gerade betrachten, ist das Ergebnis einer projektartigen Auseinandersetzung mit dem Ort Grafeneck, seiner Geschichte und den Menschen. Im Rahmen der Realschullehrerausbildung wählte unsere Gruppe dieses Thema aus. Nachfolgend seien einige Hintergrundinformationen zum Projekt aufgeführt, die uns wichtig erschienen.
Themenfindung und Zielsetzung
Die Themen für die Projektgruppen wurden durch die Einführungsveranstaltung am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen) Reutlingen weitgehend vorgegeben - die Frage, womit wir uns in unserer Projektgruppe 17 beschäftigen, war somit schnell geklärt.
Die Wahl der Gruppenmitglieder für das Thema "Grafeneck" wurde von den Einzelnen vor allem aufgrund historisch-politischen Interesses getroffen. In einem ersten Brainstorming wurde klar, dass wir das Thema vor allem historisch beleuchten wollen. Nach Einholung erster Vorinformationen definierten wir unser Ziel in die Richtung, dass wir erarbeiten wollten, welche Stellung Grafeneck im Rahmen des "Tötungsprogramms T4" einnahm.
Dabei schien uns vor allem zentral, wer die Opfer und die Täter waren, woher sie kamen und was die Täter zu ihrem Handeln motivierte. Außerdem stellten wir erste Überlegungen an, wie das Thema didaktisch so reduziert werden kann, dass eine selbstständige Ausarbeitung als Projekt durch Schüler stattfinden kann. Methodisch schien es uns sinnvoll, Expertenaufträge zu vergeben, welche an bestimmten Punkten immer wieder durch das Team zusammengefasst werden sollten.
Planungsprozess
Zunächst diskutierten wir verschiedene Möglichkeiten der Informationsbeschaffung in der Gruppe (Bücher, Zeitschriften, Internet, Zeitzeugen, Erkundungen vor Ort oder im Museum, Archive, Expertenbefragungen etc.). Eine erste Vorauswahl wurde getroffen, da bei der kleinen Gruppengröße eine gründliche Recherche aller zur Verfügung stehender Informationsquellen zu umfangreich schien.
Bereits zu einem recht frühen Zeitpunkt war klar, dass wir die Ergebnisse in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich machen wollten, wahrscheinlich in Form einer Webseite. Als nächstes wurden konkrete Arbeitsaufträge zur Umsetzung an die einzelnen Gruppenmitglieder verteilt:
Stephanie Kerler
Recherche und Dokumentation eines historischen Abrisses des Orts Grafeneck (Kontinuität –
Diskontinuität), Recherche vor Ort (Grafeneck heute), Bilddokumentation, Verfassen eines
Erfahrungsberichtes, Resümee
Matthias Koch
Technische Realisierung (XHTML, CSS, PHP etc.) Bildbearbeitung, Ästhetische Beratung,
Vor-Ort-Recherche, Bilddokumentation (Grafeneck heute), Gruppensprecher des Projektes
Katja Lutze
Erarbeitung konkreter Begriffsdefinitionen (NS-Termini, medizinische Fachbegriffe,
Materialrecherche und Beschaffung, Erstellung eines didaktischen Kommentars,
geschichtlicher Hintergrund
Judith Pelkner-Ciçak
Recherche und Dokumentation zur Sozialgeschichte, Recherche vor Ort (Grafeneck
heute), Verfassen eines Erfahrungsberichtes
Arbeitsprozess
Im Vorfeld des Kompaktseminars wurden die Einzeltexte verfasst, um in Gomadingen eine Grundlage für die weitere Arbeit zu haben. Mit einer Fülle von Material trafen wir im Seminar ein. Dort angekommen begann das Seminar für uns mit einer näheren Recherche vor Ort. Erst von hier aus schien es uns möglich, weitere konkrete Arbeitsschritte zu planen.
Der ursprüngliche Plan war, das bisher Erarbeitete durch selbst gemachte Fotos zu ergänzen und zu illustrieren und die heutige Nutzung der Anlage zu recherchieren. Da Flexibilität eine Bereicherung für jedes Projekt ist, kamen durch einen glücklichen Zufall weitere Aufgaben hinzu: Der in Grafeneck beschäftigte Historiker, Thomas Stöckle, erklärte sich spontan dazu bereit, uns zu unseren Fragen umfassende Auskünfte zu geben.
So erwies sich der als Recherche der heutigen Situation geplante Besuch als umfassende historische Aufarbeitung. Die vergebenen Aufgaben wurden ergänzt durch die Beschäftigung als Interviewleiter und dessen Verschriftlichung. Unser persönlicher Ertrag dieses Unternehmens war die Möglichkeit ein eigenes, inneres Urteil darüber fällen zu können, dass heute wieder Behinderte in der Anstalt untergebracht sind; eine Tatsache, die durchaus ambivalent betrachtet werden kann.
Selbstevaluation
Bei der Umsetzung war uns von Beginn an wichtig, dass wir gemeinsam als Gruppe arbeiten, unser Tun gegenseitig zu analysieren und die Zusammenarbeit intern zu evaluieren. Wichtig war uns bei der gesamten Arbeit, Entscheidungen nicht im Alleingang, sondern demokratisch als Gesamtgruppe zu fällen. Dabei arbeiteten wir mit Zeitfenstern, die wir unseren individuellen Bedürfnissen anpassen konnten.
"Meilensteine"
Um uns diese Prozesse immer wieder bewusst machen zu können, planten wir mehrere "Meilensteine" ein. In diesem Zusammenhang klärten wir die Fragen: "Wo sind wir jetzt?", "Wo wollen wir hin?", "Wie geht es von diesem Stand aus weiter?", "Können wir nach Plan verfahren, oder müssen wir Änderungen vornehmen?"
Projektverlauf in Stichworten
- Nach der ersten Materialsammlung: Klärung der Frage, in welche Richtung das Projekt konkret laufen soll.
- Deadline am 01. Juli 2005: Fertigstellung der Einzeltexte zur weiteren Verarbeitung
- Bestandsaufnahme bei Ankunft in Gomadingen (hier fand das Kompaktseminar statt): Konkrete Planung der Verfahrensweise vor Ort.
- Nach der Besichtigung der Gedenkstätte: Klärung der Frage, in welcher Form wir die durch den Historiker gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen unserer Dokumentation verarbeiten wollen.
- Am zweiten Tag in Gomadingen: Selbstevaluation über das bisher Erarbeitete und das Gelingen der Zusammenarbeit in der Gruppe.
Ausblick
Da unser Ziel, die Veröffentlichung einer Webseite, aufgrund der nicht vorhandenen Internetverbindung in Gomadingen nicht vor Ort umgesetzt werden konnte, musste der Teil des Dateiuploads (FTP) auf die Zeit nach dem Seminar verschoben werden.
Inhaltlich war das Thema hinsichtlich unserer Fragestellung soweit ausgearbeitet, dass im Nachhinein nur noch letzte Feinabstimmungen vorgenommen und die Fotos an den entsprechenden Stellen eingefügt werden mussten. Herr Koch kümmerte sich um die technischen und rechtlichen Details für den Internetauftritt, wie zum Beispiel die nahezu vollständige Wiederherstellung von Daten, die unglücklicherweise gelöscht wurden.
Die Kommunikation innerhalb der Gruppe war - und ist - gut, ein reger Austausch von Daten findet statt (Beweis: Fax nach der ersten Besprechung vor Gomadingen, das per E-Mail als PDF-Datei an alle Gruppenmitglieder verschickt wurde.) Ansonsten gab es keine nenneswerten Pannen, und wir sind froh, dass alles so gut durchdacht und geplant war.
Seit November 2005 ist unsere Seite auch in den Datenbeständen des Deutschen Bildungsservers verzeichnet. Hier der Link zum Eintrag. In einem neuen Gewand präsentiert sich diese Webseite seit Anfang Mai 2006.
Download
Sie können sich die Projektbeschreibung auf dieser Seite auch als PDF-Datei auf Ihren Rechner laden, um ihn z. B. auszudrucken oder offline lesen zu können. Dieser Link führt direkt zur Downloadseite.

